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Emblem des Bankhauses Mendelssohn & Co., aus dem ersten Drittel des XX. Jahrhunderts.
Der Kranich mit dem Stein

"Excubias habent grues nocturnis temporibus lapillum pede sustinentes, qui laxatus somno et decidens indiligentiam coarguat. Ceterae dormiunt, capite subter alam condito alternis pedibus insistente."
Naturalis historia 10,30

Plinius der Ältere, Gaius Plinius Secundus, geb. 23 n.Chr. in Como - gest. 79 n.Chr. in Stabiae (heute Castellammare di Stabia) beim Vesuvausbruch; Schriftsteller, Onkel und Adoptivvater von Plinius dem Jüngeren

"Zur Nachtzeit stellen die Kraniche Wachen aus, die mit einem Fuß einen kleinen Stein hochhalten. Lassen sie ihn schlafmüde fallen, so wird ihre Unachtsamkeit offenbar. Die anderen Kraniche schlafen, von einem Fuß auf den anderen wechselnd, den Kopf unter einem Flügel geborgen."

Aufgrund dieser bei Plinius und auch von Aesop überlieferten Legende galt im Altertum und im Mittelalter der Kranich mit dem Stein als Symbol wachsamer Fürsorge. Mitte des 19. Jahrhunderts begegnet er uns als Siegelmotiv der Mendelssohn-Bankiers, die ihn - verstärkt durch das Motto "Ich wach" - seit ihrer Nobilitierung 1888 als Wappentier führen. In der Mendelssohn-Familie findet er sich auf Exlibris, Grabsteinen, gemalt auf Fensterglas und am Boden einer Taufschale. Als Emblem der Mendelssohn-Gesellschaft steht er für das Vermächtnis bürgerlicher Verantwortung.