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Schild rechts neben dem Eingang zum Haus Jägerstraße 51 in Berlin-Mitte, seit 2009 Sitz der Mendelssohn-Gesellschaft.
Mendelssohn-Gesellschaft
10117  Berlin,  Jägerstraße 51 - zwischen Gendarmenmarkt und U-Bhf. Hausvogteiplatz -
Tel: 030-817 047 26   Fax: 030-817 047 27
E-Mail: post[at]mendelssohn-gesellschaft.de

Die Mendelssohn-Gesellschaft e.V., ein gemeinnütziger Verein unter der Schirmherrschaft Daniel Barenboims, bringt die Historie des "Quartiers der Mendelssohns" rund um den Gendarmenmarkt durch Konzerte, Vorträge, Diskussionen, Ausstellungen und Führungen ins öffentliche Bewusstsein. Dieses Programm ist verbunden mit dem zentralen Anliegen einer Erforschung der Mendelssohn-Familie, dessen Umsetzung durch wissenschaftliche Publikationen sowie die Sammlung von Dokumenten und Exponaten befördert wird.

In der Ausrichtung auf dieses Ziel soll die Remise im Stammhaus der Mendelssohn-Bank in der Jägerstraße, der besterhaltene Mendelssohn-Ort in Berlin, als Erinnerungsort zum Mendelssohn-Forum Berlin entwickelt werden. Dabei steht das Thema bürgerlicher Verantwortung gestern und heute im Mittelpunkt. Die Ausstellung "Die Mendelssohns in der Jägerstraße" dokumentiert in der Mendelssohn-Remise die Geschichte der Nachkommen Moses Mendelssohns, ihres Bankhauses, das Netzwerk ihrer Freunde und Partner in der Keimzelle des Berliner Bankenviertels. Der Exkurs "Die Religion der Mendelssohns" skizziert konfessionelle Trennungen der Familie, ihre Verpflichtung auf das Ethos der Zivilreligion.

Aus der Topographie der Berliner Friedrichstadt erschließen sich zahlreiche Aspekte der Mendelssohn-Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Das "Quartier der Mendelssohns" war auch ein "Quartier der Neuen Zeit" - mit rational geplantem, rechteckig angelegtem Straßenraster. Hier lebten Wilhelm Friedemann Bach, Fanny und Felix Mendelssohn, Michail Glinka und der schwedische Komponist Franz Berwald. In der Jägerstraße und nahebei gab es Geschäfte für Luxuskonsum, Ateliers, Philosophenwohnungen, die Berliner Lotterie- und die Dampfschifffahrtsgesellschaft, das Post- und Telegrafenamt, Berlins erstes Elektrizitätswerk, Salons wie den Rahel Varnhagens und den Gendarmenmarkt, mit Schauspielhaus und Hugenottenkirche. Hier wurde fürstlich diniert, hier standen auch Barrikaden von 1848. Hier florierten vor dem I. Weltkrieg Nachtlokale, hier entstand der Berliner Kunsthandel. Hier zogen in Häuser der liquidierten Mendelssohn-Firma das Reichsfinanzministerium und die SS-Treuhandstelle zur Ausbeutung Ost-Europas. Hier arbeiteten nach dem II. Weltkrieg die Redaktion der Berliner Zeitung, der Progress-Filmverleih und die DEFA, deren Dokumentarfilme in der Jägerstraße zensiert wurden. Heute gibt es in diesem Quartier vor allem Büros und politische Repräsentanzen, Hamburgs Landesvertretung, die Botschaften Belgiens, Griechenlands und Irlands (im Hause Jägerstraße 51) sowie die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und im Deutschen Dom am Gendarmenmarkt die Ausstellung "Fragen an die deutsche Geschichte".

Zur Erinnerung an die Familie Mendelssohn vgl. auch den Bericht über ein Treffen der Mendelssohns 2007 in Berlin sowie über Mendelssohn-Orte in Berlin unter Download.

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