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Haus Jägerstraße 51 in Berlin-Mitte, zwischen Gendarmenmarkt und Hausvogteiplatz. Im Hof des Hauses: die Mendelssohn-Remise.
Mendelssohn-Remise
10117  Berlin,  Jägerstraße 51 - zwischen Gendarmenmarkt und U-Bhf. Hausvogteiplatz -
Tel: 030-817 047 26   Fax: 030-817 047 27
E-Mail: post[at]mendelssohn-gesellschaft.de
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In der Jägerstraße, einer Keimzelle des Berliner Bankenviertels, besaß die Familie Mendelssohn sechs Häuser. Hier expandierte ihre Firma zur größten Privatbank Berlins. Hier trafen sich die Nachkommen des Philosophen Moses Mendelssohn, eine großbürgerliche Dynastie von Bankiers, Künstlern und Gelehrten, zu Gesellschaften mit Freunden und Geschäftspartnern.

1815 waren die beiden Bankierssöhne des Philosophen Moses Mendelssohn mit ihrer Firma in das Haus Jägerstraße 51 gezogen, zwischen zwei Preußische Staatsbanken - die Kgl. Giro - und Lehnbank (später: Reichsbank) an der Oberwallstraße und die Preußische Seehandlung (später: Preußische Staatsbank) an der Ecke Jägerstraße / Gendarmenmarkt. Um 1890 wurde für das Stammhaus ihres Unternehmens eine Kassenhalle gebaut, die man bald zur Kutschremise umwidmete. Der in diesem feierlichen Ziegelgewölbe mit Granitsäulen untergebrachte Fuhrpark diente am Ende des 19. Jahrhunderts auch dazu, in den Grunewald und nach Börnicke bei Bernau zu kutschieren, wo die geadelten Bankiers mittlerweile Villen und Schlösser bewohn­ten; wo die Tradition gemeinsamer Hausmusik, wie sie in der Jägerstraße mit den berühmten Freunden Clara Schumann und Joseph Joachim ihren Anfang genommen hatte, fortgesetzt wurde.

Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts entfalteten die Mendelssohns außerordentliches Engagement als Mäzene und Gründer von Stiftungen und Sozialwerken. 1938 wurde ihr Bankhaus liquidiert. Haus Nr. 51 kam an das Reichsfinanzmi­nisterium. Zu DDR-Zeiten wurde die Remise als Garage und Autowerkstatt genutzt, das zweistöckige Gebäude aus der Barockzeit aufgestockt, nach der Wende von 1989 schließlich restauriert. Die 18. Jüdischen Kulturtage 2004, gewidmet dem Thema "Mendelssohn & Company", präsentierten die in ihrer originalen Bausubstanz wieder hergestellte Mendelssohn-Remise erstmals der Öffentlichkeit. Weitere Einzelheiten im Ausstellungsprospekt der Jüdischen Kulturtage 2004. Heute zeigt die Mendelssohn-Gesellschaft e.V. hier Ausstellungen und organisiert kulturelle Veranstaltungen in der Tradition und im Geiste der Familie Mendelssohn.